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Zeckengefahr
Lebensraum
Zecken lieben es warm und feucht, bevorzugen Waldränder und Waldlichtungen, Bachränder, Gräser und Pflanzen an Wegrändern.
Die verbreitete Vorstellung, dass Zecken von den Bäumen fallen, stimmt nicht.

Zecke erklettert die Pflanze (bis maximal 1,5 m über dem Erdboden) und lässt sich von einem Wirt abstreifen, sucht eine Körperstelle mit dünner Haut, dann erfolgt der Stich, bei dem die Zecke mit dem Speichel den Einstich betäubt und die Einstichstelle "zementiert". Anschließend saugt die Zecke bis zu 10 Tage Blut und nimmt bis zu 200-fache ihres eigenen Körpergewichtes zu.

Entfernung
Im Anschluss an den Aufenthalt in der Natur ist es sinnvoll, sich nach Zecken abzusuchen. Saugende Zecken sollten sofort nach dem Entdecken mit einer Pinzette oder einer speziellen Zeckenzange entfernt werden. Die Stelle mit dem Zeckenstich desinfizieren.
Ob man die Zecke dabei leicht dreht oder einfach zieht hat keine Bedeutung. Die Zecke soll aber nicht gequetscht werden. Man darf kein Öl oder Klebstoff, um die Zecke abzutöten, benutzen. Im Todeskampf, wie auch beim Quetschen, werden die Krankheitserreger injiziert.

Gefahr
Die Zecken übertragen Krankheiten.

FSME-Viren (Frühsommer-Meningo-Encephalitis) werden mit dem Speichel einer infizierten Zecke übertragen. Die Zecke nimmt die Erreger beim Blutsaugen von Warmblütigen Wild- und Haustieren auf und gibt die mit dem Speichel weiter.
Besonders betroffen sind Bayern und Baden-Württemberg, aber auch einige Landkreise in Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen, kommt aber auch in den anderen Gebieten ab und zu vor. Gegen FSME gibt es eine Impfung.

Krankheitsbild: 5 bis 14 Tage nach dem Zeckenstich beginnt die erste Phase der Erkrankung mit grippeähnlichen, Symptomen (Kopfschmerzen, Fieber, Schnupfen). Nach etwa einer Woche kommt es erneut zu Fieber. Die zweite Phase der Erkrankung hat neurologische Symptome. Die Viren verursacht Infektionen der Hirnhaut, des Gehirns und des Rückenmarks. Die Erkrankung an FSME kann schwere Folgen haben.

Der Erreger der Borreliose ist das Bakterium Borrelia burgdorferi. Dieses Bakterium wird auch von Zecken übertragen und befindet sich im Mitteldarm der Zecke. Es gelangt etwa 24 Stunden nach dem Stich mit den Ausscheidungen der Zecke in den Körper des Menschen. Der beste Schutz vor einer Borreliose ist die Zecken so schnell wie möglich zu entfernen. Es gibt zur Zeit noch keinen wirksamen Impfstoff, aber bei rechtzeitiger Gabe von Antibiotika ist die Erkrankung behandelbar.


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