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| Krankheit & Heilung | |
| Magen-Darm-Virus |
Die Magen-Darm-Grippe hat fast jeden schon wenigstens einmal im Leben heimgesucht.
Übelkeit, Erbrechen treten plötzlich auf, dazu kommen noch "flaues Gefühl" im Bauch oder krampfartige Schmerzen plus Durchfall.
Man fühlt sich matt und schwach, die Glieder schmerzen. Oft rundet leichtes bis mäßiges Fieber das Geschehen ab.
Magen-Darm-Viren haben zwischen November und Februar Hochsaison. Richtig gefährlich können die Viren bei älteren, kranken oder sehr jungen Menschen werden. Erbrechen und Durchfall sind nicht nur unangenehm, der Wasser- und Salzverlust kann den Körper schädigen und in sehr seltenen Fällen lebensbedrohlich sein.
Die Ansteckungsgefahr ist dort am größten, wo viele Menschen sich aufhalten - also in solchen Einrichtungen wie Altenheimen, Krankenhäusern, Schulen und Kindergärten.
Die Erreger werden über feinste Speicheltröpfchen beim Sprechen oder z. B. beim Händedruck übertragen. Die Inkubation beträgt nur wenige Stunden.
Die Infektion setzt sich in der Schleimhaut des Verdauungstraktes fest und streuen giftige Stoffwechselprodukte der Viren in den gesamten Körper aus.
Im Darm kommt es durch gestörte Verdauungsprozesse zu Gasbildung und Blähungen.
Flüssiger und oft übelriechender Stuhlgang und krampfartige Bauchschmerzen sind die Folge.
Schützen kann man sich gegen diese Infektion ebenso schlecht wie vor einer Erkältung oder Grippe.
Erbrechen und Durchfall sind natürliche Selbstheilungsmechanismen des Körpers. Deshalb sollte man nicht sofort eingreifen, sondern zunächst den Körper einfach unterstützen. Bis zu 4 dünne Stuhlgänge pro Tag drei Tage lang sind in Ordnung. Auch die Appetitlosigkeit in dieser Zeit entlastet die Organe und dient der Heilung.
Es ist aber wichtig für ausreichende Flüssigkeitzufuhr zu sorgen, um die Wasser- und Salzverluste auszugleichen. Besonders für kleine Kinder und alte Leute ist das wichtig drauf zu achten.
Einige Anzeichen für Austrocknung (Dehydrierung) sind dunkler Urin, kaum Harndrang und extrem trockene Haut, die beim Zusammendrucken zwischen zwei Finger in einer Falte stehen bleibt.
Behandlung
Am ersten und zweiten Tag ist Bettruhe zu empfehlen. Man sollte nichts essen, aber reichlich trinken (bis zu 2,5 - 3 Liter täglich).
Nach etwa zwei Tagen kann man Salzstangen und Zwieback, Bananen und Äpfel, Karotten, Haferflocken oder Reis essen. Abzuraten ist vor schwerem Vollkornbrot, Milch und Süßigkeiten!
Nach 2 - 3 Tagen klingt die Infektion normalerweise wieder ab.
Wann sollte man zum Arzt?
- wenn Sie sich nach drei Tagen nicht besser fühlen
- wenn das Erbrechen zu heftig und länger als 6 - 12 Stunden anhält
- bei Fieber über 39 Grad
- Blut im Stuhl oder beim Erbrechen
- beim Kräfteverfall, Ohnmacht oder zu schnellem Pulsschlag
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